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Brunnensprung

Der Brunnensprung

Nach dem vom Trommelwirbel begleiteten Auswürfeln der beiden Brunnenspringer begeben diese sich auf das Brunnengeschäl des vom Baumeister Leonhardt Baumhauer aus Tübingen 1572 erneuerten Marktbrunnens.

 

Der Obermaischer befiehlt nun seinen Maischern, das eiskalte Brunnenwasser in Wallung zu bringen und zwar mit den Worten:

"Maischer setzt an, maischt auf!"

Das Maischen geschieht jeweils im Rhythmus auf die folgenden Trinksprüche:

"Dem Bürger a Glas, em Schultes a Maß, em Pfarrer da Wei"

Und zum letzten Mal auf die Worte:

"So soll es sei"

Hierauf setzt die Narrenmusik ein zu Hopser und Schleifer, den die Springer auf dem Brunnenrand tanzen. Nun erhalten die beiden Springer jeweils von einer Trommmaid einen Becher heißen Weins. Die Brunnenspringer - ledige junge Männer - bringen nochmals drei Sprüche aus, wobei sie jedesmal ihr Krug ganz leeren.

"Ein Hoch auf Magistrat und Deputat,
ein Hoch auf Pfarrer und Bürgersleut,
ein Hoch auf meine Liebste!"

Dann werfen sie ihre Krüge an die Brunnensäule, auf der der steinerne, schildhaltende Löwe - das Munderkinger Stadtwappen - steht und springen drei Mal in das von den Maischern in Wallung gebrachte eisige Brunnenwasser hinein. Begleitet wird diese Aktion von vielfachen "Narro-Hee"-Rufen aus tausenden Kehlen.

Wenn sie dann den Brunnen verlassen haben, steht ihnen von altersher das Recht zu, alle umstehenden Mädchen zu küssen. Viel Zeit bleibt ihnen dazu aber nicht, denn es müssen schleunigst die nassen Kleider gewechselt werden.

 

Zweimal gibt es den Brunnensprung zu sehen:

  • Fasnetssonntag: gegen 15:30 Uhr
  • Fasnetsdienstag: gegen 18:30 Uhr

 

Historisches zum Brunnensprung
Eine Abhandlung über die Geschichte der Munderkinger Fasnet und den Brunnensprung finden Sie unter "Historisches"
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