| ...Oder Närrinnen und Narren bei der Interaktion... |
Das Maschgera-Gau |
Während der Brunnensprung ein Spektakel ist, das Tausende von Ausserhalb anzieht,
ist das "Maschgera gau" am "Glompigen Donnschtig" eine lang ersehnte Handlung,
hauptsächlich für die Munderkinger. Ursprünglich waren es reine Frauengruppen,
die an den Abenden des "Glompigen", des Fasnetssonntags und des Fasnetsmontags
als alte Weiber oder alte Männer verkleidet durch die Wirtschaften zogen. Zwar
dominieren noch immer die Frauengruppen, aber so mancher Mann hat sich mittlerweile
darunter gemischt. Diese bunt maskierten Gruppen beschäftigen sich lange vorher
schon mit dem Motto ihrer Darstellung und der Herstellung von kleinen Geschenken,
sog. "Kromet"(urspr. Marktmitbringsel). Alle Frauen sind so maskiert, dass man
sie mit Sicherheit nicht erkennen kann. Die mitwirkenden Männer sind aber immer
unmaskiert. Sehnsüchtig wird das "Maschgera" von der Bürgerschaft erwartet.
Und man muss sich sputen um rechtzeitig einen Platz in einem der übervoll besetzten
Gasthäuser zu ergattern. Mit großer Liebe und viel Aufwand werden die "Kromet"
hergestellt und an die Männer verschenkt. Diese warten schon auf die Präsente.
In Munderkingen heisst es: "Viel Kromet - viel Ehr!". Die "Mäschgerle" zeigen
den betroffenen Personen nun die Missgeschicke und Fehltritte des vergangenen
Jahres auf - mit verstellter Stimme natürlich: man will ja nicht erkannt werden.
Die Mäschgerle treten meisst paarweise oder in kleinen Gruppen auf.
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