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Hopser und Schleifer - Begleitung des Brunnensprungs

Hopser und Schleifer, die beiden Tänze der Brunnenspringer waren im 18. Jahrhundert die typischsten schwäbischen Tanzformen. In einer württembergischen Tanzverordnung vom 18. Juni 1765 findet folgendes Verbot Erwähnung: "... dass die ärgerlichen Walz- und Schleifertänze ein für allemal gänzlich verboten seyen und bleiben sollen". Schleifer waren enge Paartänze, die sowohl im reißenden 3/8 oder im geschwinden 2/4-Takt gespielt wurden. Der Schleifer hatte ursprünglich zwei Teile. Im ersten Teil warb der Tänzer um die Tänzerin und versuchte, die Fliehende immer wieder einzufangen. Der zweite Teil bildete das Zusammenfinden der beiden in einem engen Rundtanz, dem eigentlichen Schleifer. In der weiteren Folge verstand man unter dem Schleifer nur mehr einen dem Ländler und frühen Walzer ähnlichen Tanz. Der Hopser war ein derber Paarrundtanz sowohl im 2/4- als auch im 3/4-Takt, dann als Hopswalzer. Heute dreht sich der Brunnenspringer im 3/4-Takt um die eigene Achse, schwingt dann die Beine übereinander und verbeugt sich zuerst zu den Zuschauern und dann zum Brunnen.

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